Donnerstag, 6. September 2012

Latkow, Gemeinde Magnuszew , Pow. Kozienice , Provinz. Mazowieckie , Polen




Das Dorf wurde von holländischen Kolonisten am Anfang des 19. Jahrhunderts gegründet. 

Es ist ein lineares Dorf an der westlichen Seite der Weichsel zwischen dem Flussbett und der Straße. Die Kulturlandschaft: Felder mit Weiden, Entwässerungskanäle und alte Pappeln in der Nähe der Hochwasser-Bank. Die alten traditionellen niederländischen Häuser sind nicht mehr vorhanden, dafür stehen die heutigen Gebäude entlang der Hochwasser-Bank auf der westlichen Seite der Straße.

In der Warschauer Liste 1835 wurden 9 Kolonistenstellen gemeldet, auf alten Karten  der Ort als Pommersche Kolonie benannt.

Nach den Holländern (welche nach Ablauf der Pachtverträge meist weiterzogen) kam erst Zuwanderung aus Pommern. Die Familien hatten sehr gute Kontakte zu den anderen pommerschen Kolonien und heirateten immer wieder untereinander, so dass die gleichen Namen in allen Dörfern zu finden sind. Eine einzige Verwirrung für Familienforscher. Obwohl evangelisch, wurden die Personenstandseintragungen im Katholischen Kirchenbuch Magnuszew eingetragen. Für Latkow findet man dann auch ab 1839 Kirchenbucheinträge in Pilica. Hier wird u.a. genannt:

Christian Ernstdorf, Adam Feld, Andreas Georg und Daniel Jetz, Paul Kröning,  Daniel Ladwig, Michael Manke, Eva Neumann, Michael und Kristian Otto, Jan und Eufrosina Sach, Luise Sorgert, Michael Streibel.

Später folgten Kolonisten aus Westpreußen (dem Thorner Raum oft mit Zwischenstopp an anderen Orten direkt an der Weichsel). Die Abgrenzung zu den westpreußischen Siedlern wurde ab 1850 durchlässiger, beide Gruppen standen sich näher als den dann noch etwas später eingewanderten Menschen aus dem Kalischer Raum – welche vorwiegen aus der Neumark oder Schlesien kamen - oder gar den wenigen Württembergern, welche zu Südpreußischer Zeit in Polen angesiedelt wurden und sich wesentlich von den doch schon länger in Polen etablierten Volksgruppen abhoben.

Ps. : Bereits ab 1820 wanderte aus Latkow ein Teil nach Josefine und Anette in Wolhynien aus, eine Familie nach Leipzig in Bessarabien/Ukraine.

In guter Nachbarschaft zu den Kolonisten lebten hier auch Mitarbeiter und Angehörige der Tuchfabrik in Magnuszew. 1831 beschreibt man Magnuszew als Flecken, 1840 mit einer schönen Pfarrkirche und 1000 Einwohnern, 6 Meilen von Radom gelegen. Radom wurde zur Zeit der Teilung 1795 zu Österreich zugeordnet und gehörte zur Woj. Sandomir. . Ab 1809 bis 1815 gehörte es zum neu gegründeten Herzogtum Warschau.  Ab 1815 zum russisch-kontrollierten Kongress-Polen.




https://maps.google.de/maps?hl=de&q=latkow,+magnuszew&ie=UTF-8&hq=&hnear=0x4718c20539200c97:0xe6a30a03e4f76a84,Latk%C3%B3w,+Polen&gl=de&ei=OotJUKPTKIjT4QSE-YDoCQ&ved=0CCQQ8gEwAA

LDS Film der Mormonen  :

https://familysearch.org/eng/library/fhlcatalog/printing/titledetailsprint.asp?titleno=204207









Evangelisch-Augsburgische Kirche Pilica


Friedhofseingang und Kirche in Magnuszew 






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